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Wenn die Schilddrüse die Stimmung beeinflusst

Autorenbild: Panthyro.at
Panthyro.at
8. Juni
3 Min. Lesezeit

Viele Menschen mit einer Schilddrüsenerkrankung kennen das Phänomen: die Blutwerte sind im Normbereich, die Medikamentendosis stimmt - und trotzdem fühlt man sich antriebslos, ängstlich oder emotional erschöpft. Was steckt dahinter? Und welche Rolle spielt Vitamin B3 (Niacin) dabei?

 

Die Schilddrüse und das Gehirn - eine enge Verbindung


Schilddrüsenhormone wirken nicht nur auf Stoffwechsel, Herzfrequenz und Körpergewicht, sie beeinflussen auch direkt die Funktion des zentralen Nervensystems. Eine Unterfunktion (Hypothyreose), wie sie bei Hashimoto Thyreoiditis häufig auftritt, kann eine Vielzahl neurologischer und psychischer Symptome auslösen:


- Antriebslosigkeit und Erschöpfung,

- Depressive Verstimmungen,

- Angstzustände und Panikattacken,

- Konzentrationsschwäche und kognitive Verlangsamung,

- Schlafstörungen.

 

Diese Symptome entstehen nicht nur im Kopf, sondern sie haben eine messbare biochemische Ursache. Und genau hier kommt Vitamin B3 ins Spiel.

 

Vitamin B3 (Niacin) - weit mehr als ein einfaches Vitamin


Niacin ist ein wasserlösliches Vitamin der B-Gruppe, das im Körper zu NAD (Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid) und NADP umgewandelt wird. Diese Coenzyme sind unverzichtbar für den mitochondrialen Energiestoffwechsel - also für die Energieproduktion in jeder einzelnen Körperzelle.

 

Vitamin B3 spielt bei der Regulierung der Stimmung eine zentrale Rolle: es hemmt die Aktivität des Enzyms Tryptophan-Pyrrolase und begünstigt dadurch den Umbau der Aminosäure L-Tryptophan zu 5-HTP - dem direkten Vorläufer von Serotonin. Ein ausreichender Niacinspiegel ist damit eine wesentliche Voraussetzung für einen stabilen Serotoninstoffwechsel.

 

Wissenschaftliche Evidenz


Eine populationsbasierte Studie (veröffentlicht im Journal of Affective Disorders, 2023) untersuchte den Zusammenhang zwischen der Niacin-Aufnahme über die Nahrung und dem Auftreten von Depressionen. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Mangel an Niacin mit einem erhöhten Depressionsrisiko assoziiert ist - vermutlich über den Mechanismus der mitochondrialen Dysfunktion und des oxidativen Stresses im Gehirn.

 

Klinische Beobachtungen zeigen darüber hinaus, dass therapeutisch eingesetztes Niacin folgende Wirkungen entfalten kann:


- Förderung von Ruhe und Entspannung durch Reduktion überaktiver Stressreaktionen,

- Verbesserung der Energieproduktion im Gehirn

- Reduktion von Neuroinflammation, einem Faktor, der mit Stimmungsstörungen in Verbindung gebracht wird

 

Der Zusammenhang mit Schilddrüsenerkrankungen


B-Vitamine - darunter Vitamin B3 - sind an der Synthese, dem Transport und dem Stoffwechsel von Schilddrüsenhormonen beteiligt. Niacin ist dabei notwendig zur Steuerung des Fett-, Eiweiß- und Kohlenhydratstoffwechsels, Prozesse, die bei Patientinnen und Patienten mit Hashimoto Thyreoiditis häufig beeinträchtigt sind.

 

Darüber hinaus ist Vitamin B3 gemeinsam mit Vitamin B2, B6, Biotin, Folsäure, B12, Vitamin C und Vitamin D3 an der gesunden Funktion der Mitochondrien beteiligt. Mitochondriale Dysfunktion gilt als einer der zentralen Mechanismen hinter der chronischen Erschöpfung, die viele Schilddrüsenpatienten trotz adäquater Hormontherapie erleben.

 

Selen und Zink - die unverzichtbaren Cofaktoren


Ein Aspekt, der in der Diskussion um Schilddrüse und mentale Gesundheit häufig zu kurz kommt, ist, dass Mikronährstoffe nicht isoliert wirken. Vitamin B3 entfaltet seine volle Wirkung nur im Zusammenspiel mit anderen Nährstoffen, allen voran Selen und Zink.

 

Selen


Selen spielt eine essentielle Rolle für antioxidative Enzymsysteme, die die Schilddrüse vor Entzündungen schützen. Es wird zudem zur Aktivierung der Schilddrüsenhormone in den Zellen benötigt. Studien zeigen Hinweise darauf, dass eine gezielte Selensupplementierung die TPO-Antikörperspiegel senken und den Verlauf einer Hypothyreose positiv beeinflussen kann.

 

Zink


Zink ist ein essentielles Spurenelement und Cofaktor für zahlreiche Enzyme. Es unterstützt die Aktivität von Schilddrüsenhormonrezeptoren, reguliert die Hypothalamus-Hypophysen-Schilddrüsen-Achse und moduliert die Immunfunktion. Ein Zinkmangel kann die Schilddrüsenfunktion also direkt beeinträchtigen.

 

Was bedeutet das für Sie als Schilddrüsenpatientin, -patient?


Wenn Sie trotz medikamentöser Einstellung emotionale Erschöpfung, Stimmungsschwankungen oder Angstzustände erleben, lohnt es sich, folgende Punkte mit Ihrem Arzt oder mit Ihrer Ärztin zu besprechen:


1. Mikronährstoffstatus überprufen lassen, insbesondere Selen, Zink und B-Vitamine,

2. Ernährung anpassen - niacin- und tryptophanreiche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Nüsse, Fisch und Vollkornprodukte bewusst in den Speiseplan integrieren,

3. Gezielte Supplementierung - bei nachgewiesenem Mangel kann eine Supplementierung sinnvoll sein.

 

Panthyro - gezielt supplementieren bei Schilddrüsenerkrankungen


Bei Panthyro legen wir grossen Wert auf sorgfältig ausgewählte Mikronährstoffe, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen abgestimmt sind. Zwei der wichtigsten Cofaktoren finden Sie in unserem Sortiment:


- Selen: für den Schutz der Schilddrüse und die Aktivierung der Schilddrüsenhormone

- Zink: für die Unterstuetzung der Schilddrüsenhormonrezeptoren und die Immunregulation



 
 
 

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